Durlacher BürgerstiftungDurlacher Bürgerstiftung

Historie

Als es 2008 Überlegungen seitens der Stadt Karlsruhe gab, die Leitungsstelle im Pfinzgaumuseum zu reduzieren, regte sich bei den historisch und kulturell interessierten Bürgern erheblicher Widerstand. Der „Freundeskreis Pfinzgaumuseum – Historischer Verein Durlach“ und der Verein „Die Orgelfabrik – Kultur in Durlach“ gründeten daraufhin gemeinsam die „Durlacher Bürgerstiftung für Kultur und Geschichte“, die neben der Unterstützung des Pfinzgaumuseums auch andere historische und soziokulturelle Projekte in Durlach fördern soll. Die Stiftung wurde am 28.12.2010 vom Regierungspräsidium Karlsruhe genehmigt, nachdem das notwendige Anfangskapital von 50.000 Euro zusammengekommen war.

Bürgerbrunch

Um das Kapital zu vermehren und die Bürger zum Stiften anzuregen, wurde ein jährliches Stiftungsfest um die Tage des großen Brandes von Durlach vom 14. bis 16. August 1689 ins Leben gerufen. Am Sonntag, 14. August 2011 fand der 1. Durlacher „Bürgerbrunch“ nach einer Idee der Braunschweiger Bürgerstiftung auf dem Saumarkt Durlach statt. „Ich bin zuversichtlich, dass sich dieser Bürgerbrunch in den kommenden Jahren zu einem festen Bestandteil im Kalender der Durlacher Veranstaltungen entwickeln wird“, sagte Durlachs Ortsvorsteherin Alexandra Ries nach dieser ersten Veranstaltung, und sie sollte Recht behalten. Denn seit 2011 treffen sich an einem Sonntag Mitte August Familien und Freundesgruppen zu einem gemeinsamen Frühstück im Freien – zunächst auf dem Saumarkt, seit 2017 an der Nikolauskapelle auf dem Alten Friedhof. Man nimmt an bereitgestellten Bierbankgarnituren Platz, bringt sein Essen selbst mit oder nutzt das gastronomische Angebot der unterstützenden Vereine und Sponsoren. Mehrere lokale Bands sorgen auf einer Bühne für musikalische Unterhaltung und fast jedes Jahr lassen sich bei einem Flohmarkt gespendete „Schätze vom Speicher“ zugunsten der Bürgerstiftung erwerben. 

Nur 2015 musste er aufgrund des Wetters im Oktober nachgeholt werden; 2020 fand aufgrund der Pandemie kein Bürgerbrunch statt und 2024 fiel er wegen Dauerregens aus. 

Geförderte Projekte

Die Durlacher Bürgerstiftung unterstützte im ersten Jahr die Förderschule „Schule am Turmberg“ bei einem Workshop, bei dem Schüler zusammen mit einer Sattlermeisterin kleine Gegenstände aus Leder herstellten und so ihr handwerkliches und künstlerisches Talent förderten.

Im nächsten Jahr profitierte die Freie Kulturschule von der Ausschüttung der Bürgerstiftung, die in die Nachmittagsbetreuung an der Schlossschule investiert wurde. 2013 wurde in Zusammenarbeit mit dem Werkraum Karlsruhe und 20 Schülerinnen und Schüler der Werkrealschulklasse der Oberwaldschule Aue im Rahmen des Projektes „Filmreif! Schülerinnen und Schüler entdecken das Pfinzgaumuseum“ ein kleines Filmprojekt realisiert. Auch in den Folgejahren kamen Durlacher Vereine und Institutionen in den Genuss von Ausschüttungen der Bürgerstiftung: die KaGe04 für Garde-Uniformen, das Seniorenheim Parkschlössle für Gemälde in den langen, tristen Gängen, die Pestalozzischule für ein kunsttherapeutisches Projekt, das Startpunktcafé im Luther-Melanchton-Gemeindezentrum (Singen und Malen von Müttern mit Kleinkindern) und das 50. Heinrich-Schütz-Fest.

2019 stand die Bereitstellung einer Spende von 30.000 Euro zum Kauf des historischen Torwärterhauses im Mittelpunkt der Arbeit der Durlacher Bürgerstiftung. In den folgenden Jahren wurden jeweils mehrere Projekte mit Teilsummen aus der Ausschüttung der Gewinne finanziell unterstützt.